Interner oder externer Datenschutz­beauftragter?

Beide Varianten sind zulässig. Welche für Ihr Unternehmen passt, hängt von Personal, Risiko und Budget ab. Hier der ehrliche Vergleich.

Kostenfreies Erstgespräch

Aktualisiert am 25. September 2026

Kurz gesagt: Ein interner Datenschutzbeauftragter kennt Ihr Unternehmen, braucht aber Fachkunde, Zeit und genießt besonderen Kündigungsschutz. Ein externer DSB bringt Erfahrung mit, ist planbar in den Kosten und vertraglich kündbar. Für viele mittelständische Unternehmen ist eine dritte Variante am stärksten: ein interner DSB mit erfahrenem externem Sparringspartner.

Der Vergleich

KriteriumInterner DSBExterner DSB
Fachkundemuss aufgebaut und gehalten werdenbringt Erfahrung aus vielen Mandaten mit
Kündigungbesonderer Kündigungsschutz (§ 6 Abs. 4 BDSG)vertraglich mit Frist kündbar
InteressenkonfliktRisiko bei Leitungsfunktionenorganisatorisch ausgeschlossen
KostenArbeitszeit, Fortbildung, Software – oft verstecktplanbare Pauschale
Nähe zum Betriebkennt Abläufe und Menschenmuss eingebunden werden – regional erreichbar
Vertretungbei Urlaub und Krankheit offenvertraglich geregelt

Wann der interne DSB passt

Wenn Sie eine geeignete Person ohne Interessenkonflikt haben, der Sie ausreichend Zeit und ein Fortbildungsbudget geben können – und wenn Datenschutz in Ihrem Unternehmen so zentral ist, dass jemand ihn täglich begleiten sollte.

Wann der externe DSB passt

Wenn intern niemand ohne Konflikt verfügbar ist, wenn Sie schnell benennungsfähig sein müssen oder wenn Sie Kosten und Qualität planbar halten wollen. Ein externer DSB aus der Region verbindet das mit Terminen vor Ort – etwa in Köln, Bonn, Aachen oder Düsseldorf.

Die Kombination: interner DSB mit Mentoring

Unser Datenschutzmentoring richtet sich genau an interne DSB und Datenschutzteams: ein monatlicher Call für die Fragen, bei denen Sie nicht weiterkommen, dazu Gruppencalls zu aktuellen Entscheidungen von Behörden und Gerichten.

Häufige Fragen

Was ist der wichtigste Unterschied zwischen internem und externem DSB?

Der interne DSB ist Beschäftigter des Unternehmens und genießt als Pflicht-DSB besonderen Kündigungsschutz. Der externe DSB wird über einen Dienstleistungsvertrag benannt, der mit vereinbarter Frist kündbar ist, und bringt Fachwissen und Fortbildung mit.

Kann ein Mitarbeiter aus der IT Datenschutzbeauftragter werden?

Nur wenn kein Interessenkonflikt besteht. Wer selbst über Zwecke und Mittel der Verarbeitung entscheidet – etwa die IT-Leitung –, scheidet in aller Regel aus. Ein Administrator ohne Leitungsfunktion kann dagegen in Betracht kommen, braucht aber Fachkunde und Zeit.

Kann man einen internen DSB mit externem Coaching kombinieren?

Ja. Viele Unternehmen benennen einen internen DSB und lassen ihn durch einen erfahrenen externen Datenschutzexperten begleiten. Genau dafür gibt es unser Datenschutzmentoring mit monatlichen Calls.

Guido Aßhoff

Guido Aßhoff, LL.M. – Geschäftsführer der Markinto UG, zertifizierter externer Datenschutzbeauftragter (TÜV) mit über 14 Jahren DSB-Praxis, Ausbilder von Datenschutzbeauftragten u. a. für die IHK Köln. Als Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht zugleich Inhaber von Aßhoff.Legal. · Stand: 25. September 2026